Wie werde ich Samenspender?

Als Samenspender kann man mit wenig Aufwand gutes Geld verdienen – ein Traumjob für jeden Mann. Doch nicht jeder kann so einfach seinen Samen spenden gehen und dafür kassieren. Die Aufnahme bei einer Samenbank ist an einige Voraussetzungen und Bedingungen geknüpft.

Samenbank finden

Aufgrund der Regelmäßigkeit, mit der Samenspenden durchgeführt werden müssen, sollte sich die Samenbank in der Nähe des eigenen Wohnortes befinden und gut erreichbar sein. Bei einem weiteren Anfahrtsweg relativiert sich das Verhältnis zwischen der guten Entlohnung für wenig Aufwand schnell.

Samenbanken gibt es in vielen deutschen Großstädten, aber auch einigen kleineren Orten. Wir werden hier Links zu Samenbanken zusammenstellen, über die Ihr dann leicht Kontakt zu diesen aufnehmen könnt.

Die Voruntersuchungen

Telefonisch oder per E-Mail kann man sich nach den Rahmenbedingungen erkundigen und einen Termin mit der Samenbank vereinbaren. Eine Testspende, die man beim ersten Termin abgibt, ist neben einigen anderen Kriterien entscheidend dafür, ob man als Samenspender überhaupt in Frage kommt. Hierfür gibt es noch nicht die übliche Vergütung.

In einem Interview wird man zu möglichen gesundheitsschädlichen Gewohnheiten wie Rauchen oder Trinken sowie vorhandenen Erbkrankheiten befragt. Ergänzt werden diese Auskünfte durch die Ergebnisse aus Bluttests und Gentests.

Hinzu kommen bei einer seriösen Samenbank Gespräche zur Motivation, zu allgemeinen Lebensplänen und dem psychosozialen Umfeld des Samenspenders.

Nur wenn das aus allen Untersuchungen hervor gehende Gesamtbild stimmt, steht der Laufbahn als Samenspender nichts mehr im Weg.

Der zukünftige Samenspender erhält im Gegenzug umfassende Informationen über die rechtliche Lage, bevor letztendlich der Vertrag von beiden Seiten unterzeichnet wird. Nun kann endlich die erste offizielle Spende erfolgen.

Ablauf der Samenspende

Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Alle zwei Wochen darf und muss der Mann zum Samenspenden antreten – bis zum Ablauf des Spendenzyklus, der in der Regel aus mindestens sechs Terminen besteht.

Das gespendete Sperma jedes Mal wird untersucht; sollte die Qualität nicht ausreichend sein, ist eine Wiederholung der Spende möglich. Der letzte Samenerguss liegt optimalerweise zwischen etwa vier und zehn Tagen zurück.

Anschließend erfolgt nach der Aufbereitung und der Anreicherung mit einem Kälteschutzmittel die Einlagerung bei minus 196 Grad, bis ein Empfängerpaar gefunden ist, zu dem die Merkmale des Spenders gut passen.