Wenn man es geschafft hat und von einer Samenbank angenommen worden ist, hat man sich eine Quelle für einen schönen und regelmäßigen Nebenerwerb gesichert. Denn für jede einzelne Spende gibt es Geld und die Spenden erfolgen meist im Zwei-Wochen-Takt, also sehr häufig.

Vergütung für die Samenspende

Die Vergütung ist von Institut zu Institut unterschiedlich. Auch kann es vorkommen, dass Spender mit bestimmten, dringend gesuchten Merkmalen eine zum Teil deutlich höhere Vergütung erhalten. Hier bestimmt die Nachfrage den Preis.

Grundsätzlich ist die Vergütung einer Samenspende jedoch in erster Linie als Aufwandsentschädigung zu sehen. Geld allein sollte nie die einzige Motivation sein.

Die niedrigsten Vergütungen pro Samenspende liegen bei etwa 30 Euro; der genaue Betrag ist unter anderem von Qualität und Menge des Spermas abhängig. Dieser Betrag kann aber auch mehrere hundert Euro betragen. Wenn ein Samenspender also beispielsweise 100 Euro pro Spende bekommt und dann ein Jahr lang regelmäßig alle zwei Wochen spenden geht, kann er bereits 2600 Euro erwirtschaften.

Die Kosten für eine Insemination, die das kinderlose Paar aufbringen muss, betragen hingegen pro Versuch bis zu einigen tausend Euro, je nach Methode. Dabei ist jedoch der hohe Aufwand des Instituts für die Kryokonservierung und die Durchführung aller Untersuchungen mit zu berücksichtigen.

Auszahlungsmodalitäten

Üblicherweise bekommt man bei der jeweiligen Samenspende nur einen Teilbetrag seines Honorars ausgezahlt. Dieser beträgt meist zwischen etwa einem Drittel und der Hälfte der Gesamtsumme.

Mit dieser Verfahrensweise sichern sich auch die Samenbanken ab und können so zu einer gesunden Lebensweise und damit einer gleichbleibend hohen Qualität des Spermas anspornen.

Etwa ein halbes Jahr nach dem letzten Spendetermin bekommt der Spender den Restbetrag ausgezahlt, wenn er weiterhin regelmäßig zu den Spenden und Untersuchungen gekommen ist und die Werte in Ordnung sind. Eine Abschlussuntersuchung stellt sicher, dass sich in der Zwischenzeit keine Infektionen wie HIV ergeben haben.

Im Falle einer Nichteinhaltung der Vertragsbedingungen durch den Spender oder eines vorzeitigen Ausstiegs kann es sogar zu Rückzahlungsforderungen bereits geleisteter Vergütungen kommen. Man sollte sich also wirklich ganz sicher sein, bevor man sich zu diesem „Job“ entschließt.

Handfeste Steuervorteile

Ein angenehmer Nebeneffekt beim Samenspenden ist, dass dieses Zusatzeinkommen nach derzeitigem Stand in Deutschland nicht versteuert werden muss. Es wird steuerlich dem Blutspenden gleichgestellt.

Daher kann ohne Abzüge jedes Jahr eine schöne Summe zusammen kommen, die einem zum Beispiel eine Urlaubsreise oder eine andere größere Anschaffung finanziert.