Viele Männer träumen vom leichten und angenehmen Nebenverdienst durch das Samenspenden. Doch zumindest in den Samenbanken kommt nicht jeder Spendewillige zum Zug.

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Hier bestehen hohe Anforderungen, zum Teil durch gesetzliche Regelungen, aber auch durch praktische Erfordernisse.

Daher ist die Aufnahme in eine Samenbank mit einem aufwändigen Bewerbungsprozess und vielen laufenden Tests verbunden. Ein nicht zu verachtender Vorteil dabei ist, dass man während seiner Zeit als Samenspender einem ständigen Gesundheitscheck unterliegt. Zumindest kann man davon ausgehen, dass grundlegende Faktoren in Ordnung sind, sofern man zum Spenden zugelassen wird.

Das bedeutet aber auch, dass der Samenspender über einen längeren Zeitraum regelmäßig alle zwei Wochen zum Spenden geht oder sich zumindest allen notwendigen Untersuchungen unterzieht.

Kriterien

  • Volljährigkeit ist natürlich ein Muss; die meisten Samenbanken nehmen Spender ab 20 Jahren auf. Die Grenze nach oben beträgt im Allgemeinen 40 Jahre, da mit zunehmendem Alter die Qualität des Spermas nachlässt.
  • Eine bestimmte Nationalität ist kein Ausschlusskriterium. Vielmehr ist es so, dass in einigen Fällen gezielt nach einer bestimmten Nationalität gesucht wird, je nach Nationalität des biologischen Vaters. Dabei ist häufig nicht einmal nur die grobe Herkunft, sondern sogar die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Volk oder einer Religion ausschlaggebend.
  • Um das Gebären möglichst gesunder Kinder zu gewährleisten, sollte der Samenspender gesund sein und einen gesunden Lebensstil pflegen.
  • Das Vorliegen von Gendefekten oder Erbkrankheiten ist ein K.O-Kriterium für die Aufnahme. Auch eine ständige Medikamenteneinnahme kann sich negativ auswirken. Rauchen und übermäßiges Trinken sind verpönt, ebenso ist Drogenkonsum ein absolutes No-Go. Unabhängig von der eigenen Aussage lassen sich diese Dinge im Rahmen der körperlichen Untersuchungen ohnehin leicht feststellen.
  • Körperliche Fitness wird gerne gesehen; für übergewichtige Kandidaten hingegen stehen die Chancen auf eine Aufnahme eher schlecht.
  • Außerdem sollte der Samenspender keiner der Risikogruppen angehören, für die Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten wahrscheinlicher sind.

Weitere Faktoren

Weitere wichtige Faktoren, die vor der ersten Samenspende in Gesprächen und mittels Fragebögen erfasst werden, sind ein stabiles soziales Umfeld sowie ein gewisser Bildungsgrad.

  • Vorteilhaft sind ein Hochschulstudium oder zumindest eine abgeschlossene Berufsausbildung.
  • ebenfalls nicht unwichtig ist das optische Erscheinungsbild des potenziellen Samenspenders.
  • Jeder Samenspender muss der vermittelnden Samenbank absolute Exklusivität zusichern, darf also nicht bereits in einer anderen Samenbank spenden.